Pfarreiengemeinschaft Kallmünz-Duggendorf
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Wissenswertes » Corona-Krise
Information des Bischöflichen Ordinariates (2020/18_GV) für alle Pfarrer/Pfarradministratoren
Betr.: Auftreten des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) - Hinweise des Generalvikars (Stand 18.03.2020)


Sehr geehrte Herren Pfarrer/Pfarradministratoren,
liebe Mitbrüder,


am vergangenen Montag habe ich angekündigt, dass heute noch weitere Regelungen kommen. Zuerst möchte ich bei allen ein großes Dankeschön sagen für die Geduld und die Bereitschaft, diesen schweren Weg gemeinsam zu gehen, und für viele Anregungen und Ideen.

Zunächst ein grundsätzlicher Punkt:

Bitte nehmen Sie die Anordnungen der letzten Tage ernst. Ich bekomme mit, dass bisweilen noch ein großes Requiem, ein prächtiges Jubiläum oder Messen in Privathäusern gefeiert werden. Den Schmerz über die Einschränkungen und die gefühlte Widersprüchlichkeit zu vielen kirchlichen Wesenseigenschaften („Sammeln und Senden“, „Begegnungsräume schaffen“, „Gemeinschaft mit Gott und der Menschen untereinander fördern“, usw.) kann ich sehr gut nachvollziehen. Dieser Schmerz ist ein gutes Zeichen des katholischen Empfindens. Aber es hilft nichts: Vieles ist derzeit einfach nicht möglich. Zu viele menschliche Begegnungen sind eine Gefahr, nicht nur und gar nicht in erster Linie für den Pfarrer oder die Gemeindereferentin, sondern für die gefährdeten Personen, denen wir oder andere die Viren weitertragen könnten. Wenn es nicht gelingt, die Verbreitung des Virus wesentlich zu verlangsamen, können unsere Gesundheitssysteme die Zahl von Patienten nicht mehr bewältigen und die Ärzte und Hilfskräfte kämen in sehr tragische Entscheidungszwänge, wie wir sie von Italien hören.
Daher bitte ich in dieser Ausnahmesituation eindringlich, aus Rücksicht und Verantwortung für diese gefährdeten Gruppen und für alle Mitmenschen, die möglicherweise krank werden, die Einschränkungen anzunehmen und umzusetzen.

Gleichzeitig streichen wir nicht einfach alles auf Null, ganz im Gegenteil: Gerade in solchen Notzeiten sind wir Kirche und handeln als Christen, suchen und vertiefen verantwortbare Formen des christlichen Gebets und der geistlichen Gemeinschaft, der gegenseitigen Hilfe und der Begegnung mit Gott: Die Priester feiern die Messe, wenn auch physisch fast allein, aber für alle Gläubigen und geistlich mit ihnen. Wir beten das Stundengebet als Gebet des Volkes Gottes und tun dies – im Geiste – mit den Gläubigen. Wir halten die Kirchen offen und laden zum persönlichen Gebet. Wir versorgen die Leute nach Möglichkeit mit Gebetsanregungen, legen Gebetszettel auf, usw. Manche Pfarreien kopieren die Schrifttexte des Sonntags. Hier zeigt sich, was uns wichtig ist und wie wir mit dem Blick auf den Gekreuzigten in dieser ganz außergewöhnlichen Österlichen Bußzeit verantwortlich handeln.

Nun zu einigen konkreten Punkten:

1. Nach den verschärften bundesweiten Bestimmungen, wonach „Zusammenkünfte in Kirchen …“ verboten sind, gilt für die Sonntagsmesse ebenso wie für die Werktagsmesse:
In jeder Pfarrei – bzw. bei Pfarreiengemeinschaften in jeder Pfarreiengemeinschaft - findet eine Messe statt, aber ohne Öffentlichkeit. Der Priester feiert sie ggf. mit dem Kaplan/Pfarrvikar/Ruheständler, mit Diakon, Pastoralreferenten, Gemeindereferentin, Organist, und/ oder Mesner, die das Kirchenvolk repräsentieren. Darüber hinaus können keine weiteren Personen anwesend sein, auch keine Ministranten/-innen.
In der Allgemeinen Einführung ins Messbuch (AEM) ist in den Nummer 209 – 231 Nützliches zur „Messe ohne Gemeinde“ gesagt.
Der Mesner läutet die Glocken der Kirche zu Beginn und zur Wandlung. Die übrigen Gläubigen der Pfarrei/Pfarreiengemeinschaft wissen dabei um die Stunde der Messe und hören die Glocken, die vor Beginn zum gleichzeitigen Gebet zuhause einladen und dann auch auf die Wandlung hinweisen.

2. Die Gläubigen sind eingeladen, die Messe in den Medien mitzufeiern. Die Messe im Regensburger Dom wird sonntäglich um 10 Uhr per Internet-Lifestream (www.bistum-regensburg.de) übertragen. Am kommenden Vierten Fastensonntag wird unser Bischof Rudolf Voderholzer der im Internet übertragenen Eucharistie im Dom vorstehen und auch predigen. Täglich wird über www.domradio.de und Rado Horeb die Feier der Messe übertragen. Bitte geben Sie das in der Pfarrei weiter.

3. Für den 5. Fastensonntag möchte sich Bischof Rudolf Voderholzer mit einem Hirtenwort an die Gläubigen richten. Das Hirtenwort geht Ihnen rechtzeitig zur möglichen Kopie und Verteilung in der Pfarrei zu und wird im Internet angeboten.

4. Für die Osterliturgie gilt ebenso, was oben für die Werktags- und Sonntagsliturgie gesagt wurde: Wir feiern sie, aber nicht öffentlich, die Gläubigen beten zuhause mit. Nähere Hinweise erhalten Sie nächste Woche.

5. Bezüglich der Beichtmöglichkeiten wurden wir inzwischen darauf hingewiesen, dass wegen der großen Gefahr von Virenübertragungen Beichten im Beichtstuhl nicht möglich sind. Auch hier geht es weniger um den Beichtpriester als um die Beichtenden, die an einem Platz niederknien, wo die Plastikfolie oder an der glatten Oberflächen vorher von möglicherweise Infizierten kontaminiert sein könnte.
Im Dom versuchen wir es in einer Weise, die vielleicht auch in den Pfarreien in der einen oder anderen Weise umgesetzt werden kann: Wir bieten die Beichte im Dom an, lassen uns vom Schreiner eine Trennwand (Gestell) aus Holz mit Lamellen machen, die zwischen Beichtpriester und Pönitent steht, wobei beide mindestens 1,5 Meter Abstand halten und auf zwei Stühlen sitzen (keine Kniemöglichkeit). Das Holzgitter ist wichtig für die Möglichkeit der anonymen Beichte.
Bitte suchen Sie selbst einen praktikablen Weg, die Beichte in der Kirche auf die eine oder andere Weise möglich zu machen, unter Beachtung der obigen Einschränkungen und Gefahren, also nicht im Beichtstuhl, aber in der Kirche an einer diskreten Stelle, gut durchlüftet und häufig gereinigt und mit dem nötigen Abstand. Die Versöhnung mit Gott in der Beichte ist ein großes Ostergeschenk, das wir den Gläubigen nicht vorenthalten sollten.

6. Dreimal täglich lädt die Kirchenglocke zum Gebet des Engel des Herrn. Das Stundengebet ist eine schöne Form des persönlichen und geistlich gemeinsamen Gebetes, die auch im Gotteslob und mit einer Stundenbuch-App angeboten wird. Bitte weisen Sie die Gläubigen auf dieses private Gebet hin. Auf unserer Homepage finden Sie ab heute eine Schaltfläche, die auf Hilfestellungen und Anregungen für das persönliche Gebet hinweist (die auch dieser E-Mail anhängen). Vielleicht informieren Sie die Gläubigen, dass das Gotteslob bei geschlossenen Geschäften trotzdem online bestellbar ist.

7. Manche Pfarrer fragen an, was sie mit den Messintentionen tun sollen, wenn die damit verbundenen Familien nicht zur Messe kommen können. Für die Werktagsmessen können sich die Familien/Angehörigen im Gebet von zuhause aus mit der Eucharistie verbinden, die Messintentionen würde also am geplanten Termin bleiben. Eine zweite Möglichkeit ist, die Intention zu verschieben auf die Zeit ohne Einschränkung. Eine dritte Möglichkeit, die Intentionen nach Rücksprache mit dem Einzahler des Stipendiums an die Diözese zur Weitergabe zu schicken.
Zur Sonntagsmesse: Wenn der Pfarrer am Sonntag nur eine Messe feiert, ist diese Messe nach den allgemeinen Regeln „für die Gemeinde“ zu persolvieren, kann also keine weiteren Intentionen haben.

8. Inzwischen höre ich aus einigen Pfarreien, dass sich regelrechte Hilfsnetze für ältere und kranke Menschen gebildet haben, Menschen, die nachfragen, einkaufen und sich kümmern, alles unter Beachtung der bekannten Einschränkungen. Viele seelsorgliche und begleitende Kontakte laufen inzwischen übers Telefon, sogar über Telefonkonferenzen, viel Organisation und Information funktioniert übers Internet: unsichtbare, aber sehr spürbare und helfende Netze.
Die Beratungsdienste von Caritas und Katholischer Jugendfürsorge gehen weiter, wenn auch auf telefonischem oder elektronischem Weg. Dies ist gerade für die Menschen wichtig, die in eine Notsituation kommen und Beratung suchen. Dies gilt ebenso für die Telefonseelsorge. Bitte geben Sie die entsprechenden Telefonnummern weiter.
Der Diözesancaritasverband wird auf seiner Internetseite in Kürze einige Ideen veröffentlichen, wie wir in diesen Notzeiten ein Herz und ein Auge für die Schwachen und Schwächsten haben können, damit niemand durchs Raster fällt.

9. Ab sofort hat das Bistum eine Hotline geschaltet, die Sie von Montag bis Freitag, 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr und auch außerhalb dieser Zeiten – allerdings nur eingeschränkt – unter der Rufnummer 0941/597-2000 erreichen.
Bitte stellen Sie uns keine diffizilen medizinischen Fragen. Wenden Sie sich dafür an unseren Betriebsarzt (09186/9099439; E-Mail: info@kolbeck-grab.de) oder konsultieren Sie die verschiedenen Hilfsangebote im Internet, besonders: www.rki.de und www.bzga.de.

10. Vergessen wir bei allem nicht: Diese Notsituation wird vorübergehen. Dann können wir in Freiheit und Freude Dank sagen für Gottes Nähe in dieser schweren Zeit und ein Fest feiern. Diese Perspektive und diese Hoffnung ist für uns wie für alle Gläubigen wichtig.

Nochmals vielen Dank für alle Mühe und alles Zusammenhalten in dieser Zeit der Not, die gleichzeitig eine Zeit der Gnade ist.

Herzliche Grüße
Michael Fuchs
Generalvikar
 

Empfehlungen für Kinder und Familien unter anderem zur Erstkommunionvorbereitung


Unser Glaube
Eine Internetseite über Gott, Glaube und Kirche mit Wimmelbildern, Spielen, Fragen: https://www.reliki.de/
Erklärvideos „Katholisch für Anfänger“:
https://www.katholisch.de/video/serien/katholisch-fuer-anfaenger
 
Verschiedene Themen in kindggerechter Sprache https://www.katholisch.de/aktuelles/themenseiten/fuer-kinder-erklaert
 
Eigentlich eine Seite für Ministranten/innen, die aber auch für Kommunionkinder interessant ist:
Ablauf der Heiligen Messe, Körperhaltung im Gottesdienst, Gebete ... und Rätsel, Witze usw. www.ministrantenportal.de
 
Die Bibel
Videos – Die Bibel einfach erzählt:
https://www.katholisch.de/video/serien/die-bibel-einfach-erzaehlt
 
Feste im Kirchenjahr – feiern und beten
Informationen zu den Festen im Kirchenjahr, Spiele, Ausmalbilder: https://www.familien234.de
 
Ostergeschichte für Kinder erzählt: https://www.katholisch.de/artikel/12906-die-ostergeschichte-fuer-kinder-erzaehlt
Video: Ostern erklärt https://youtu.be/gEJOubNZ9NA
 
Kreuzweg von Misereor „Mit Jesus auf dem Friedensweg“
https://fastenaktion.misereor.de/fileadmin/user_upload_fastenaktion/02-liturgie/kreuzweg-kinder-beschreibung-fastenaktion-2020.pdf
 
Das Sonntagsevangelium in leichter Sprache: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/
Das Sonntagsevangelium in leichter Sprache mit jeweils einem Impuls für Kinder und für Erwachsene und einem Ausmalbild: https://www.erzbistum-koeln.de/seelsorge_und_glaube/ehe_und_familie/familie_und_kinder/glauben_leben/familienliturgie/ausmalbilder_und_textseiten/lesejahre/lesejahr_a.html

Erstkommunion
Zum Jahresthema „Jesus, erzähl uns von Gott“: www.bonifatiuswerk.de/de/aktionen/erstkommunion/downloads
 
In der Medienzentrale des Bistums gibt es verschiedene DVDs zum Thema Erstkommunion und anderen religiösen Themen. Diese können kostenlos ausgeliehen werden. Katalog unter https://www.medienzentralen.de/
Gebet für alle vom Corona-Virus Betroffenen

Wir wollen beten
für die Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

(Stilles Gebet)

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns
sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz


 
 

Gebete in der Coronakrise – Gebetssammlung


- 1 -
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist,
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in dieser extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken für alle Frauen und Männer, die gewissenhaft
die Versorgung und Infrastruktur unseres Landes aufrechterhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen und Ressourcen
den aktuellen Anforderungen gerecht werden können.
Wir beten, dass die Zahlen der Infizierten und Erkrankten zurückgehen.
Und wir hoffen, dass in allen Bereichen bald wieder Normalität einkehren wird.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Ja, wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist Ursprung und Ziel von allem, Du allein bist ewig, immer liebend.
Dein Heiliger Geist bewahre unsere Herzen in der Dankbarkeit.
Getragen von einem tiefen Frieden werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht unsere Herzen bereit, offen und aufmerksam füreinander.
(Bischof Hermann Glettler, Bischof von Innsbruck)

– 2 –
Vater der unendlichen Barmherzigkeit,
der Du das Leben liebst,
in der Ungewissheit dieser Zeit voller Dunkelheit
wenden wir uns mit Vertrauen an Dich,
in dieser Zeit der Sorge und der Angst
vor der Verbreitung des Virus in vielen Ländern der Welt.
Mehr denn je empfinden wir es, zu einer einzigen Menschenfamilie zu gehören,
selbst wenn die Angst vor Ansteckung
unsere zwischenmenschlichen Beziehungen durchsetzt
und die Verfolgung individueller Interessen auf Kosten des Gemeinwohls geht.
Herr der unendlichen Barmherzigkeit,
Freund der Menschen,
Antlitz der Leidenden
und Stütze der Kranken,
in dieser und in allen Zeiten rufen wir Dich an:
Gib den Christen Unerschrockenheit in der Liebe,
jenseits aller Herzensenge und Kleingeisterei.
Wir bitten Dich demütig,
die Regierenden zu führen,
die Forscher zu inspirieren,
die Ärzte und Pfleger zu behüten,
die Gesunden zu erhalten,
die Infizierten zu retten,
uns von allem Bösen zu befreien.
Dir, Herr des grenzenlosen Erbarmens,
Dreifaltigkeit der Liebe und des Mitleids,
von der ganzen Erde sei Herrlichkeit und Ehre,
in Ewigkeit.
Amen.
(Michele Pennisi, Erzbischof von Monreale)

– 3 –
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen,
sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
(Johannes Hartl)

Online-Seelsorge und Online-Angebote


Allgemein
www.internetseelsorge.de
Auf dieser Seite kann mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus unterschiedlichen Bistümern direkt Mailkontakt aufnehmen. Es wird geistliche Begleitung angeboten. Und es gibt einen Überblick über verschiedene Online-Angebote, angefangen von Fastenimpulsen, Sonntagsimpulsen bis hin zu Netzgemeinden.
Internetseelsorge.de ist ein Angebot der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt.
 
Netzgemeinde
www.netzgemeinde-dazwischen.de
da_zwischen Gott entdecken! Gott ist DA! _ ZWISCHEN den vielen kleinen und großen Dingen, die sich im Leben ereignen. Die "Netzgemeinde" ist wie ein Hinweisschild, das helfen will, mitten im Alltag Gott zu entdecken. Montagmorgens oder auch mal zwischendurch gibt es einen Impuls. Am Freitag eine Nachricht zum Wochenabschluss. In Zieten des Corona sogar täglich. Und es besteht die Möglichkeit, zu antworten, miteinander in den Austausch zu kommen.
da-zwischen ist eine Initiative der (Erz-)Bistümer Speyer, Würzburg und Freiburg.
 
Radio
https://www.horeb.org/
https://www.radiomaria.at/
Die Sender bieten Impulse, Gebetszeiten (Stundengebet, Rosenkranz), Gottesübertragungen (z.B. Hl. Messe mit Papst Franziskus), Radioexerzitien ...
 
Twitter
Auf Twitter hat sich eine ganz spontane Initiative von v.a. benediktinischen Ordensleuten geprägt gebildet. Unter dem Hashtag #CoronaEremit gibt es immer wieder Tipps zum Alleinsein aus klösterlicher Perspektive, Gedichte, Bibelzitate etc.
 
Für Familien
www.familien234.de
Familien234.de ist ein Online-Angebot der Familienpastoral im Erzbistum Köln. Auf dieser Seite gibt es Informationen zu den Festen des Kirchenjahres, Anregungen zum Basteln und Spielen, Ausmalbilder. Das Sonntagsevangelium in leichter Sprache mit jeweils einem Impuls für Kinder und für Erwachsene und einem Ausmalbild gibt es auf dieser Seite:
https://www.erzbistum-koeln.de/seelsorge_und_glaube/ehe_und_familie/familie_und_kinder/glauben_leben/familienliturgie/ausmalbilder_und_textseiten/lesejahre/lesejahr_a.html
 
 
 
 
 

„Durch seine Wunden seid ihr geheilt“

Andacht mit dem GOTTESLOB (1 Petr 2,24)


Eröffnung mit Lobpreis des dreifaltigen Gottes
Lied: „Gottes Heil ist uns versprochen“ GL 867,1-2
Kreuzzeichen und Wechselgebet GL 673,2
Lied: „Jesus sendet seine Jünger“ GL 867,3-4
 
Betrachtungsteil
1. Andachtsabschnitt: „Kreuz und Leiden“ GL 675,3
Lied: „Fürwahr, er trug unsre Krankheit“ GL 292
2. Andachtsabschnitt: „Krankheit und Not“ GL 680,5
Lied: „Wer unterm Schutz des Höchsten“ GL 423
3. Andachtsabschnitt: „Hoffnung“ GL 677,4
Lied: „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ GL 424
 
Abschluss mit Gebet des Herrn
Allgemeines Gebet GL 681,3
Vaterunser GL 3,2
Segenswort GL 681,5
Lied: „Maria, breit den Mantel aus“ GL 534,1.2 4

Das GOTTESLOB Begleiter und Hilfe in Krankheit, Leid und Not


Tagzeiten
Das Angelus-Gebet 3,6
Laudes in der Österlichen Bußzeit 614 623
Vesper in der Österlichen Bußzeit 637
Komplet 662
Nachgebet 667
Andachten
Rosenkranz 4
Kreuzweg 683f. | 934
Andachtsabschnitt: „Krankheit und Not“ 680,5
Ölbergandacht 938
 
Psalmen
Ps 4 Gottes Schutz in der Nacht 310,3
Ps 22 Gottverlassenheit und Heilsgewissheit 36,2
Ps 23 Der gute Hirt 37,2
Ps 30 Dank für Rettung aus Todesnot 629,2
Ps 34 Unter Gottes Schutz 651,4 6
Ps 40 Dank, Hingabe und Bitte 41,2
Ps 42 43 Sehnsucht nach dem lebendigen Gott 42,2
Ps 63 Sehnsucht nach Gott 616,2
Ps 116 Dank für Rettung aus Todesnot 629,4
Ps 130 Bitte in tiefer Not 639,4
Ps 142 In schwerer Bedrängnis 75,2
Ps 146 Preislied auf Gott 77,2
 
Gebete
Vertrauen 8,5-7
Klage 8,9
Bitte und Dank 9,1-3
Hingabe 9,4-6
im Alter 16,5-6
in Leid und Not 17,1-2
in Krankheit 17,3-5
im Angesicht des Todes 18
Gebete im Regensburger Diözesananhang 705,1
 
Lieder
Vertrauen und Trost 414-435
Bitte und Klage 436-441 | 848-850
Glaube, Hoffnung, Liebe 442-447 | 851-855
Tod und Vollendung 500-511.518
Maria 520-537 | 872-891
Die himmlische Stadt 549-554
Krankheit und Leid 867
 
Litaneien
Litanei von der Gegenwart Gottes 557
Litanei vom Heilswirken Gottes 558
Christus-Rufe 560
Jesus-Litanei 560
Litanei vom Leiden Jesu 563
Herz-Jesu-Litanei 564
Lauretanische Litanei 566

Liebe Brüder und Schwestern unserer Pfarrfamilie, liebe Interessierte dieser Ansprache zum 4. Fastensonntag

 
Selbst die Generation der Großeltern unserer Zeit kommt der Gedanke: So etwas haben wir noch nie erlebt:
Schulen und Kindergärten werden geschlossen, einen zwei Meter Abstand müssen wir einhalten,
und Großeltern sollen ihre Enkel nicht mehr besuchen.
Manche kaufen ein, als ob eine Hungersnot kommen würde.
Unsere Lage führt zweifelsfrei zu Ängsten und Sorgen.
 
Unser Bischof ist zu der schweren Entscheidung gekommen, dass wir keinen Gottesdienst mit großer Ansammlung von Menschen verantworten können.
Er fügt sich schweren Herzens an staatliche Verordnungen. Gleichsam weiß er, wie doch gläubige Menschen an der Heiligen Sonntagsmesse festhalten,
- und das zurecht.
 
Schließlich gibt es nicht nur notwendiges Essen und Trinken für den Menschen, sondern auch die Nahrung der Seele.
 
Ich bin mir sicher, dass eine solche Entscheidung nicht leicht fällt und bin doch dankbar, dass allen Seelsorgern nichts näher liegt
ls der Schutz unserer Menschen.
 
In Italien erleben wir, was geschieht, wenn man zu spät Vorsorge trifft. Das kann auch uns treffen.
 
Deshalb:
Seien sie Vorbild und geben Sie Zeichen:
- Halten Sie einen zwei Meter Abstand! Wo immer Sie sind!
- Telefonieren Sie mit den Menschen, die einsam sind!
- Schließlich: beten Sie und vertrauen auf die Wirksamkeit des Gebetes und auf Gottes Hilfe!
 
Wenn wir den 4. Fastensonntags in unseren Kirche feiern könnten, würden wir die Worte des heiligen Paulus an die Epheser mit dem Aufruf hören:
„Lebt als Kinder des Lichtes!“
Und Licht bedeutet Vertrauen und Zuversicht.
 
Und im Evangelium heilt Jesus einen Blindgeborenen.
Wir lesen: Jesus sprach zum Blinden:
„Geh und Wasch dich!“
Und als dieser das tat, „kam er zurück und konnte sehen.“
Vielleicht kann diese schwere Krise unseren Geist waschen,
dass wir wieder erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist:
 
- Achtsamkeit füreinander,
- Zeit füreinander und schließlich
- die Liebe zu Gott und den Mitmenschen,
    die uns auch geistlich nährt.
 
Passen Sie gut auf sich auf!
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!
 
Ihr Pfarrer Anton Dinzinger
 
Fürbitten:
1. Für die Gefährdeten, die Kranken, Alten und die Kleinkinder, dass sie durch unsere Vorsicht geschützt bleiben.
Christus höre uns! A.: Christus erhöre uns!
 
2. Für die verantwortlichen Politiker und Bischöfe, dass sie die rechten Entscheidungen zur rechten Zeit treffen.
Christus höre uns! A.: Christus erhöre uns!
 
3. Für die Ängstlichen und Unsicheren, dass sie Zuversicht und Hoffnung erfahren.
Christus höre uns! A.: Christus erhöre uns!
 
4. Für unsere Kinder, dass sie vor übertriebenen Ängsten verschont bleiben.
Christus höre uns! A.: Christus erhöre uns!
 
5. Für die Menschen in Quarantäne und die in Todesgefahr, dass sie die Liebe ihrer Mitmenschen erfahren.
Christus höre uns! A.: Christus erhöre uns!
 
Für die bereits Verstorbenen, dass sie in deinem Reich willkommen heißen!
Christus höre uns! A.: Christus erhöre uns!
 
Z.: Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn. AMEN
 
 Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit
1sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
6Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen
7und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich! Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
8Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
9Einige sagten: Er ist es. Andere meinten:
Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
13Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern.
14Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.
15Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei.
Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
16Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten:
Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun?
So entstand eine Spaltung unter ihnen.
17Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet.
Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
34Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
 
35Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
36Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr?
Sag es mir, damit ich an ihn glaube.
37Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir;
er, der mit dir redet, ist es.
38Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.
 
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus!


Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser
Brüder und Schwestern!
8Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts!
9Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
10Prüft, was dem Herrn gefällt,
11und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf!
12Denn man muss sich schämen, von dem,
was sie heimlich tun, auch nur zu reden.
13Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet.
14Alles Erleuchtete aber ist Licht.
Deshalb heißt es:
Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.
 
Wort des lebendigen Gottes
 
 
Information des Bischöflichen Ordinariates (2020/17_GV) für alle Pfarrer/Pfarradministratoren
Betr.: Auftreten des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) - Hinweise des Generalvikars (Stand 16.03.2020)
 
 
Sehr geehrte Herren Pfarrer/Pfarradministratoren,liebe Mitbrüder,
heute hat der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder den Katastrophenfall ausgerufen und dabei unter Anderem alle Veranstaltungen untersagt.
 
Wir haben heute mittag in einem großen Kreis über die möglichen Folgen für das kirchliche Leben in unserer Diözese beraten. Dazu sind wir in Fortschreibung der Ihnen zugesandten Punkte vom vergangenen Freitag zu den folgenden Ergebnissen gelangt, die ich hiermit ab sofort bis auf Weiteres anordne:
 
1. Werktagsgottesdienste: Sie sollen weiterhin stattfinden, jedoch nur noch ohne Öffentlichkeit. Die Priester beten im Namen der ganzen Gemeinde, dies sollten die Gläubigen auch wissen. Aber die Priester müssen es ohne Öffentlichkeit tun, d.h. vor der Öffnung der Kirche im Beisein evtl. des Mesners oder einer Lektorin.
 
2. Sonntagsmesse und Österliche Tage: Dazu ergeht am Mittwoch noch eine Anordnung.
 
3. Die Kirchen bleiben offen. Bitte laden Sie die Gläubigen ein zum persönlichen und stillen Gebet vor dem Tabernakel, zum Entzünden einer Kerze, zum tröstlichen Verweilen im Haus Gottes.
 
4. Eine kirchliche Beisetzung/Beerdigung kann nur im engsten Familienkreis ohne öffentliche Einladung stattfinden. Am selben Tag kann der Priester bei seiner Messe (ohne Öffentlichkeit, auch ohne Angehörige) diese Messe als Requiem für den Verstorbenen / die Verstorbene feiern, nach der Zeit dieser Einschränkungen sollte dann ein gemeinsames Requiem für alle in dieser Zeit Verstorbenen oder mehrere nachgeholte Requien gefeiert werden.
 
5. Trauungen könnten derzeit nur als liturgische Feier des Priesters/Diakons mit Brautleuten und den beiden Trauzeugen stattfinden. Dies bedeutet, dass wohl die allermeisten Trauungen verschoben werden müssen.
 
6. Taufen könnten ebenfalls nur als Einzeltaufe im engsten Kreis, d.h. mit Täufling, Eltern, Geschwistern und Paten stattfinden. Dies bedeutet, dass wohl die allermeisten Taufen verschoben werden müssen. Ein Nottaufe ist unter den üblichen Bedingungen immer möglich.
 
7. Die Internetseite www.ignatius.de bietet verschiedene Anregungen für Hausandachten. Für Hausandachten, Fürbitten, Gebete usw. werden in den kommenden Tagen noch Ideen und Anregungen versandt. Die Streaming-Dienste über das Internet aus dem Dom sowie weitere zahlreiche Möglichkeiten der Gottesdienstteilnahme in TV, Radio und Internet bleiben bestehen und sollten reichlich genutzt werden. Laden wir die Gläubigen ein, zuhause vor dem Kreuz oder vor einem Marienbild gerade in dieser Zeit zu beten und zu singen und die modernen Medien zu nutzen.
 
8. In Kürze werden wir eine Telefonnummer für Nachfragen zu pastoralen, medizinischen und arbeitsrechtlichen Themen einrichten. Sie werden dann an die kompetenten Mitarbeiter/-innen weitergeleitet, wiederkehrende Antworten werden auf unserer Internetseite in einer Frage-und-Antwort-Liste (FAQ) zusammengestellt. Im Moment können wir im Haus die Nachfragen kaum bewältigen, sind aber für alle Anregungen sehr dankbar.
 
Herzliche Grüße
Michael Fuchs
Generalvikar
Diözesane Regelungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus

Sehr geehrter Herr Pfarrer,
sehr geehrter Herr Pfarradministrator,
nach den heute veröffentlichten Anordnungen der bayerischen Staatsregierung zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus sind viele neue Fragen aufgetaucht, wie wir kirchlicherseits damit verantwortlich umgehen und so mithelfen, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und damit auf die am meisten gefährdete Personengruppe zu schützen.
Grundsätzlich wollen wir mit Gottvertrauen und Kreativität auf diese Herausforderungen reagieren und alles tun, um die staatlichen Vorschriften und Empfehlungen einzuhalten, indem wir nicht unbedingt nötige Veranstaltungen absagen. Gleichzeitig wollen wir die Kirchen offen- und das sakramentale Leben der Kirche möglichst aufrechterhalten und uns in diesen Zeiten im Gebet geistig eng verbinden.
Im Folgenden werden vorerst für die Zeit vom 16. März bis zum 19. April 2020 einige Anordnungen erlassen und Empfehlungen gegeben. Diese gelten unter den derzeitigen staatlichen und kirchlichen Vorgaben und werden in den nächsten Wochen ggf. ergänzt und angepasst.
Konkret bedeutet dies:
1. Sonntagsmesse: Es werden keine Messen abgesagt. Sie sollen jedoch auf Grund der staatlichen Vorgaben jeweils nicht mehr als 100 Mitfeiernde haben. Die Gläubigen, die nicht zur Messe kommen können, sind gebeten, eine Zeit des Gebets zu halten (Hl. Schrift, Gotteslob) oder mit innerer Beteiligung einen Gottesdienst im Fernsehen, Radio oder beim Streaming-Gottesdienst aus dem Dom (www.bistum-regensburg.de) mitzufeiern. Die Gläubigen erfüllen durch eine Dispens unseres Diözesanbischofs Rudolf Voderholzer damit ihre Sonntagspflicht.
Zur Kommunionspendung wird dringend die Handkommunion empfohlen. Außerdem wird auf die Möglichkeit der Geistigen Kommunion und des Segens (Manualsegen des Priesters ohne Berührung, oder Segenswort des/der Kommunionhelfers/-in) hingewiesen.
Statt des Weihwasser-Nehmens am Weihwasserbecken wird empfohlen, beim Betreten der Kirche am leeren Weihwasserbecken innezuhalten und ein Kreuzzeichen zu machen.
2. Beichte: Im Beichtstuhl sollte zwischen Beichtpriester und Beichtenden neben dem Gitter ein Textilvorhang oder eine Plastikfolie vorhanden sein. Beim Beichtgespräch ist wie bei allen anderen Begrüßungen auf das Reichen der Hand zu verzichten und bei der Lossprechung statt der Handauflegung das Ausbreiten der Hände vorzusehen. In jedem Fall ist auf Abstand (mind. 1 Meter), auf regelmäßige Reinigung der Oberflächen und auf häufige Lüftung zu achten.
3. Requiem: Dieses Thema versuchen wir derzeit noch zu klären. Eventuell kann das Requiem nur mit einem engen Kreis (max. 100 Personen) gefeiert werden.
4. Firmung: Die im oben genannten Zeitraum geplanten Firmungen finden nicht statt. Wie die Firmungen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können, muss noch geklärt werden.
5. Erstkommunion: Erstkommunionfeiern im oben genannten Zeitraum sind nicht möglich.
6. Krankenkommunion: Die Krankenkommunion sowie die Wegzehrung für die Sterbenden ist – unter strenger Beachtung der hygienischen Vorschriften – sicherzustellen.
7. Die Kranken und die älteren Menschen: Sie gehören zu der am meisten gefährdeten Gruppe – durch das Virus oder durch Vergessen-Werden. Papst Franziskus hat wiederholt aufgerufen, sich um diese Menschen gerade jetzt zu kümmern und ihnen – unter Beachtung der Abstands- und Hygienevorschriften – hingebungsvoll zu helfen und ihnen zu geben, was ihre geistige und körperliche Not lindert.
8. Gebet und offene Kirchen: Die Kirchen sollten jetzt erst recht offen bleiben zum persönlichen Gebet. Die Gläubigen sollen sich in dieser schwierigen Zeit besonders verbinden mit Gott und mit den Mitmenschen, besonders jenen, die in Not und in Krankheit sind, und jenen, die Verantwortung tragen. Das Gotteslob birgt viele Anregungen zum persönlichen Gebet.
9. Osterliturgie: Auch für sie gilt zunächst grundsätzlich die Obergrenze von 100 Teilnehmern, Details sind aber noch zu klären. Hierzu wird es zu einem späteren Zeitpunkt noch konkretere Empfehlungen geben.
10. Chorproben: sind abzusagen. Die musikalische Gestaltung der Liturgie wird sich für diese Zeit beschränken müssen und schlichter ausfallen.
11. Treffen, Vereinsfeiern, Sitzungen, Tischgruppen, Gruppenstunden, Versammlungen, Gruppenreisen, Ausflüge, Parteienverkehr im Pfarrbüro, auch Fortbildungen, Einkehrtage, usw.: Sie sind im Normalfall abzusagen bzw. auf spätere Zeit zu verschieben. Ausnahmen sollten Zusammenkünfte bilden, die für das organisatorische Zusammenwirken dringend nötig sind, z.B. eine Kirchenverwaltungssitzung zur Beschlussfassung in einer rechtlich erforderlichen Angelegenheit oder die nötigen Absprachen für die Österlichen Tage.
12. Kommunikation: Wenn schon die physische Kontaktaufnahme stark beschränkt ist, sollten umso stärker elektronische und digitale Möglichkeiten genutzt werden. Dazu gehört das schlichte Telefon für den Zweier-Kontakt, außerdem beim Telefon für kleine Gruppen die Möglichkeit von Telefonkonferenzen (z.B. über Dazuschaltung durch das Smartphone, durch Konferenzanbieter Telekom, usw.), über das Internet durch Skype und andere Anbieter von Video- und Tonkonferenzen. Bezüglich des Datenschutzes im Internet ist lediglich zu beachten, dass keine relevanten personenbezogenen Daten über diese Medien ausgetauscht werden.
13. Die Liturgie im Dom unterliegt denselben oben genannten Regeln. Die Kirchenmusik im Dom wird auf Grund der Schließung des Domspatzengymnasiums stark beschränkt sein. Stattfindende Gottesdienste werden per Livestream ins Internet übertragen und können von den Gläubigen von Zuhause aus mitgefeiert werden (www.bistum-regensburg.de).
14. Termine des Bischofs bzw. durch Vertreter in den Pfarreien zu Jubiläen, Einweihungen, usw. können wegen der Vorgaben derzeit nicht stattfinden.
15. Diözesane und andere überpfarrliche Veranstaltungen in der Diözese wurden größtenteils bereits abgesagt. Interne Besprechungen in direkter Begegnung finden nur statt, wenn sie zur Organisation der Abläufe unabdingbar sind oder wenn sie per Telefon oder Internet nicht ablaufen können.
16. Arbeitsrechtliche Regelungen für Eltern, die diözesane Angestellte sind und die von Schul- und Kita-Schließungen betroffen sind, werden diesen in einer gesonderten Mail zugesandt. Den Kirchenstiftungen als eigenständige Arbeitgeber wird dringend empfohlen, sich diesen Regelungen anzuschließen.
17. Der Blick über den Kirchturm hinaus: Bei allen derzeitigen Schwierigkeiten wegen des Corona-Virus sollten wir den geistlichen Sinn der Fastenzeit nicht übersehen und die Armen und die Notleidenden in der Welt durch unser Fastenopfer (z.B. Misereor) unterstützen.
Bitte besprechen Sie diese Regelungen mit den Mitverantwortlichen in Ihrer Pfarrei und werben Sie für ihre Umsetzung.
Bei Rückfragen steht den Pfarrern/Pfarradministratoren die Hauptabteilung Seelsorge (Tel. 0941-597-1600) zur Verfügung.
Im Gebet herzlich verbunden
Michael Fuchs
Generalvikar
letzte Änderung: 19.03.2020